Interview zur Entstehung von Navinaut:

Navinaut, der Routenplaner für Binnengewässer, ist jetzt gestartet. Du bist der Kopf dahinter:
Wie bist du auf die Idee gekommen?


Jens: Tatsächlich ist die Idee entstanden, wie so oft bei neuen Produkten, aus dem Bedarf heraus. Ich sollte ein Boot vom Main-Donau-Kanal bis nach Duisburg überführen und konnte nicht einschätzen, wie viele Kilometer zu fahren waren, wie viele Schleusen es auf dem Weg gab und wie lange insgesamt die Fahrt dauern würde. Vom Beruf her bin ich Ingenieur & Programmierer und mir schwebte da eine Lösung vor…

Wie sah die aus?

Jens: Ich habe angefangen, die südlichen Flüsse in Deutschland aus Kartenmaterial zu entnehmen und digital darzustellen. Bei dieser Arbeit bin ich natürlich auch auf die Schleusen und Häfen gestoßen, also habe ich die auch integriert. Nach und nach ist das „Projekt“ gewachsen, die nördlichen Flüsse sind jetzt auch verfügbar.

Wann hast du den Routenplaner auch anderen Nutzern zur Verfügung gestellt?

Jens: Das war ungefähr Anfang Mai, da habe ich den Routenplaner als „Online Törnplaner“ auf yachtweb.de freigeschaltet. Es gibt schon ca. 250 zufriedene Nutzer. Mit so einer positiven Resonanz haben wir nicht gerechnet, daher machen wir die Nutzung auf navinaut.de jetzt noch einfacher und besser.

In Zahlen: Was erwartet die Nutzer von Navinaut?

Jens: Aktuell sind es 8500 km befahrbare Wasserwege in Deutschland, ca. 1500 deutsche Häfen und knapp 1000 Schleusen. Hierzu gibt es Kontaktdaten und Betriebszeiten.

Es gibt auch andere Routenplaner für Bootfahrer, was macht Navinaut aus?

Jens: Navinaut ist sehr einfach und intuitiv in der Bedienung, die Ergebnisse sind sehr übersichtlich gestaltet und werden schnell geliefert.

Als Programmierer und internationaler Bootfahrer gibst du dich damit bestimmt nicht zufrieden. Wo soll es mit Navinaut hingehen?

Jens: Wir arbeiten daran, europaweite Routen anzubieten, im nächsten Schritt werden wir Wasserwege aus den BeNeLux-Ländern integrieren, danach folgen Polen, Österreich und Frankreich mit Küsten und Inseln. Und natürlich werden wir dann die Services mehrsprachig anbieten. Außerdem arbeiten wir an einer Tracking-Funktion, damit die Routen auch auf dem Boot in Echtzeit abgefahren werden können.

Und jetzt zurück zum Ursprung, der Idee von Navinaut: Wie lange hat die Bootsüberführung vom Main-Donau-Kanal nach Duisburg gedauert?

Jens: Tatsächlich bin ich dann gar nicht gefahren! Ich konnte die Route nicht planen und somit die Fahrtzeit nicht genau einschätzen. Aber dafür gibt es ja jetzt Navinaut 😉

Sie haben Fragen oder Anmerkungen? Kontaktieren Sie uns auf: kontakt@navinaut.de